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DR. GÜNTER NIESSEN

 

Herzschrittmacher – und jetzt?

 

Herzschrittmacher – und jetzt?

Eine mir häufig gestellte Frage betrifft Menschen mit Herzschrittmachern. Zuletzt klang die Frage so: „Meine Schwiegermutter hat seit kurzem einen Herzschrittmacher. Sie hat vorher Yoga auf dem Stuhl geübt und würde gerne jetzt wieder damit anfangen. Spricht etwas dagegen? Gibt es etwas zu beachten?“

Zunächst gibt es natürlich verschiedene Gründe für die Implantation eines Herzschrittmachers und viele verschiedene Schrittmachertypen. Glücklicherweise müssen wir uns als Yogalehrer/innen darum nicht kümmern. Wie immer ist es für uns wichtiger welche Persönlichkeit mit diesem Schrittmacher verbunden ist. Wie alt, fit und gesund ist der oder die Übende oder welche Begleiterkrankungen bestehen. Letztere können die körperliche Leistungsfähigkeit begrenzen. Ganz allgemein gilt, dass die Implantation eines Herzschrittmachers, sofern sie gut verlaufen und die Narbe reizfrei verheilt ist, einen Segen für die Betreffenden darstellt und ihr Leben sicherer gestaltet.

Normalerweise werden die Herzschrittmacher vorne oben rechts oder links unterhalb des Schlüsselbeins in das Brustweichteilgewebe oder in die Brustmuskulatur implantiert. Für alle operierten ist es wichtig, sich von Induktionsherden fern zu halten und nach Möglichkeit ihr Mobilfunkgerät nicht auf der Seite des Schrittmachers zu nutzen. In den ersten 3 Monaten bis zum Abschluss der Weichteilheilung sollten Bewegungen oberhalb der Schulterhöhe vorsichtig durchgeführt werden. Der Schrittmacher und die Weichteile brauchen ebenso wie die Narbe Zeit zur Heilung. Danach kann das Bewegungsausmaß gefahrlos schrittweise gesteigert werden. Oft werden das volle Bewegungsausmaß des Schultergelenkes und die Kraft der Brust- und Schultermuskeln vollständig wiederhergestellt. Was den Yoga betrifft, darf jede/r Patient/in ab dem dritten Monat nach Implantation eines Herzschrittmachers langsam wieder seine ganz normalen Alltags- und Mattenbewegungen durchführen, die Anforderungen an die Kraft und Ausdauer des Schultergürtels und auch des ganzen Körpers steigern. Beachtet werden sollten auf jeden Fall das Gefühl von Unbehagen, Schmerzen oder Unwohlsein.

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1. Anatomie und Funktionen der Hals- und Brustwirbelsäule, Schultergürtel, Ellenbogen, Handgelenke und Hände

2. Praktische Erforschung der funktionellen Anatomie dieser Bereiche in der Asanapraxis.

3. Beobachtung der Körperstruktur und -funktion in Haltung und Bewegung

4. Systematische Darstellung der Erkrankungen der oberen Wirbelsäule und oberen Extremitäten mit Relevanz für Yogalehrer/innen. Diskutiert werden u.a. die folgenden Erkrankungen:

– Schulter-Nackenschmerzen durch muskuläre Dysbalance und Fehlhaltung
– Zervikaler Bandscheibenvorfall
– Skoliose und Osteoporose
– Brustwirbelsäulenkyphose
– Problematiken der Facetten- und Unkovertebralgelenke
– Rotatorenmanschetten- und Impingement Syndrom
– Epikondylitis (Tennis- und Golfer-Ellenbogen)
– Karpaltunnelsyndrom

5. Funktionsorientiertes Vorgehen und Richtlinien im Umgang mit erkrankten Menschen im Yoga insbesondere bezogen auf Bewegung und Atmung

6. Relevante Informationen für Yogalehrer*innen über moderne Behandlungsansätze

7. Integration der klassischen Yoga-Methoden von Krishnamacharya und den modernen medizinischen Konzepten – Schmerzfreiheit, Achtsamkeit, Selbstverantwortung, Mobilität, Stabilität, Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit, Flexibilität, Ausrichtung, Koordination, Balance

8. Anatomie und Funktion der Atmung, des Beckenbodens und der Bandhas.

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