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DR. GÜNTER NIESSEN

 

Interessantes

 

 Interessantes

 

Auf dieser Seite finden Sie einige Artikel und verschiedene Links zu aktuellen Themen. Außerdem möchte ich an dieser Stelle auch Lehrreiches und Nachdenkliches aus meiner Praxiserfahrung mit Ihnen teilen.

Dr. med. Günter Niessen

Orthopäde und Unfallchirurg, Physiotherapeut, Yogalehrer, Ayurveda-Mediziner

 

Gedanke des Monats:  “Den Blick heben”

Danach gefragt, würden die meisten Menschen glauben, dass sie beim Spazieren gehen nach vorne sehen und dabei den Kopf heben. Fakt ist aber, dass wir oft nur wenige Schritte nach unten auf den Boden schauen.

Unsere Netzhaut ist Teil unseres Gehirns und unsere Augen sind schon räumlich dem Gehirn sehr nahe. Studien zeigen, dass über 60 % aller Sinneswahrnehmungen von den Augen aufgenommen und über unser visuelles System verarbeitet werden. Den Blick beim Spazierengehen zu heben erschließt eine vollkommen neue Welt. Wir können dabei den Blick in die Ferne schweifen lassen, nehmen unsere Umgebung anders wahr und gönnen unseren Augen eine Abwechslung. Probiert das doch einfach mal aus, es lohnt sich und kann ein sehr schönes Erlebnis sein.

In die Ferne sehen ist der Ausgleich und die Erholung vom Blick auf die vielen künstlichen Bildschirme, die unseren Alltag erobert haben. Der ständige, fokussierte Blick auf das Smartphone, den Computer oder die immer größer werdenden Fernseher führt zur Starre und überstrapaziert nicht nur die Augen, sondern beeinträchtigt unseren inneren Dialog, die eigenen Gedanken und die Begegnung mit der Welt ganz erheblich. Die virtuellen Bilder der Realität werden im Gehirn verarbeitet und nicht mehr das Lebendige, Echte und Wesentliche der Begegnung mit der Natur und den Menschen um uns herum.

Ein weiteres Experiment: gehen wir nicht nur spazieren, sondern versuchen – sofern wir noch einen Fernseher besitzen – diesen für einen Abend nicht einzuschalten und stattdessen bei natürlichem Licht Musik zu hören oder ein Gespräch zu führen… und erleben, was passiert! Noch eindrucksvoller wäre das Erlebnis, wenn wir alle technischen Geräte wie bei einem „Fasten für die Sinne“, für einen Tag in der Woche oder grundsätzlich abends nach 19 Uhr ausgeschaltet lassen würden. Allein der Gedanke ist für viele Menschen mittlerweile beängstigend, so sehr haben wir uns auf die Technik eingelassen.

Zurück zum Spazierengehen mit gehobenem Blick. Wie fühlt es sich an, in die Ferne zu sehen und den Blick schweifen zu lassen? Welche Gedanken, Gefühle und Wahrnehmungen stellen sich ein? Übertragen in unser Leben könnten wir die Frage stellen, wie es sich anfühlt, nicht nur die nächsten zwei bis drei Schritte mit unserer Aufmerksamkeit zu beschenken, sondern das Gesamtbild unserer Umwelt im Auge zu behalten. Was wünschen wir uns für unsere Zukunft und unseren Lebensweg? Darf dieser Weg offener, vielfältiger, hoffnungsvoller und schöner sein?

Können diese einfachen Übungen zu nachhaltigen Veränderungen führen? Kann ein Perspektivwechsel zur nachhaltigen Veränderung meiner Sichtweise führen, sozusagen aus der Starre in die Lebendigkeit? Können wir uns wieder einlassen auf das Leben mit und in der Natur, mit echten Kontakten auch wenn es gelegentlich mühsam ist?

Meine Erfahrung  und die vieler Menschen und Patienten, die ich in den letzten Monaten getroffen habe ist, dass diese spezielle Situation im Umgang mit einer großen Ungewissheit über den Umfang und die Dauer der anstehenden Veränderungen sowie die Antizipation einer düsteren Zukunft und Gedanken an die eigene Sterblichkeit zu sehr viel Sorge und Angst führen. Nur selten sehen wir angesichts solcher Krisen auch die darin verborgenen Möglichkeiten. Wir sind es nicht mehr gewohnt, den Blick zu heben und schweifen zu lassen und verharren im oft passiven Warten auf Veränderung. Wieder andere sind ungeduldig und handeln, nur um irgendetwas zu tun und Veränderung zu erzwingen.

Können wir den Blick etwas heben und umherschweifen lassen, dann sehen wir vielleicht, dass es:

  • sehr viele sinnvolle Möglichkeiten zur Stärkung des Immunsystems gibt
  • vielleicht endlich an der Zeit ist, mich um meine Gesundheit zu kümmern und dafür die Verantwortung zu übernehmen
  • es gut wäre neue, sinnvolle Gewohnheiten zu etablieren
  • hilfreich ist im Kontakt zu bleiben durch nährende Beziehungen zur Natur und anderen Menschen
  • gut tut, Optimismus zu pflegen durch positive Gedanken, Gefühle und schöne Rituale
  • an der Zeit ist, Selbstwirksamkeit zu üben durch die aktive Gestaltung meines Berufs- und Privatlebens
  • nicht darauf ankommt diese Zeit nur zu überstehen, sondern sie sinnvoll zu nutzen

Was wünsche ich mir für mich? Was wünsche ich mir für meine Familie und Liebsten und den Rest der Welt? Und dann – was kann ich tun? Welche kleinen Veränderungen würden zu anderen kleinen und sinnvollen Veränderungen führen? Was wäre der erste Schritt?

Die Augen heben beim Spazieren gehen… das klingt ganz einfach, und es ist einfach! Jeder für sich, dort wo wir gerade sind und mit dem was wir haben.

Alles erdenklich Gute hinein in Euren Frühling – Günter Niessen & Katharina Lehman

Aktuelle Texte

Wortprobe – Worte gestalten

Worte sind mächtig. In der Evolution des Menschen und den sich entwickelnden Möglichkeiten eines neuroplastischen, wachsenden Gehirns entstand über die letzten etwa vierzigtausend Jahre die Möglichkeit, immer komplexere Zusammenhänge wahrzunehmen und zu verarbeiten.

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Eine Freundschaftserklärung

Im letzten Jahrhundert waren die Muskeln groß in Mode und bekamen viel Beachtung in der Gesundheitsszene. Aus heutiger Sicht war die damals zugängliche Forschung noch in den Kinderschuhen, um es mal ganz diplomatisch auszudrücken.

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„Diagnosen machen krank“

Ja und Nein; Diagnosen können Klarheit schaffen aber in ihrer Wirkung haben sie durchaus mehr Potential, Menschen mit ihren Beschwerden zu stigmatisieren, sie darin fest zu „schreiben“ und den Prozess der Genesung zu hemmen als anders herum. Im Grunde sind es auch nicht die Diagnosen selbst sondern die Bedeutung, die einer Diagnose in unserer Kultur beigemessen wird. Sie beschreiben ja im Wesentlichen Auffälligkeiten, sichtbare körperliche Veränderungen oder Gemütszustände, unter denen die Betroffenen bzw. ihre Umgebung subjektiv leiden.

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Herzschrittmacher – und jetzt?

Eine mir häufig gestellte Frage betrifft Menschen mit Herzschrittmachern. Zuletzt klang die Frage so: „Meine Schwiegermutter hat seit kurzem einen Herzschrittmacher. Sie hat vorher Yoga auf dem Stuhl geübt und würde gerne jetzt wieder damit anfangen. Spricht etwas dagegen? Gibt es etwas zu beachten?“

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Podcast

Teil 1

von Günter Niessen | 12 Bereiche des Wohlbefindens

Teil 2

von Günter Niessen | 12 Bereiche des Wohlbefindens

Teil 3

von Günter Niessen | 12 Bereiche des Wohlbefindens

Artikel

Wirbelgleiten – die segmentale Instabilität der Wirbelsäule

Yoga Aktuell Spezial Nr. 8 – 2019 | Yogatherapie und Heilung | Aus Sicht der Gelenke

Deutsches Yoga Forum Heft 5 2016 | Yogatherapie: Ellenbogen

Deutsches Yoga Forum Heft 1 2016| Yogatherapie: Handgelenke  

Deutsches Yoga Forum Heft 6 2015 | Yogatherapie: Yoga mit Knie- oder Hüftprothesen 

Deutsches Yoga Forum Heft 5 2015 | Yogatherapie: Halswirbelsäule 

Deutsches Yoga Forum Heft 4 2015 | Yogatherapie: Schulter  

Deutsches Yoga Forum Heft 3 2015 | Yogatherapie: Füße 

Yoga Aktuell April / Mai 2015 | Yoga: Glanz und Schatten  

Deutsches Yoga Forum Heft 2 2015 | Yogatherapie: Skoliose 

Deutsches Yoga Forum Heft 1 2015 | Yogatherapie: Hüftgelenk 

Deutsches Yoga Forum Heft 6 2014 | Yogatherapie: Iliosakralgelenk

Deutsches Yoga Forum Heft 5 2014 | Yogatherapie: Knie Teil II 

Deutsches Yoga Forum Heft 4 2014 | Yogatherapie: Knie Teil I

Deutsches Yoga Forum Heft 3 2014 | Yogatherapie: Bandscheiben

Deutsches Yoga Forum Heft 2 2014 | Für ein Umdenken beim Yoga

Deutsches Yoga Forum Heft 1 2014 | Yogatherapie: Behandlungsansatz

Deutsches Yoga Forum Heft 6 2013 | Yogatherapie: Faszien

Deutsches Yoga Forum Heft 4 2013 | Yogatherapie: Muskulatur

Deutsches Yoga Forum Heft 3 2013  | Yogatherapie: Knorpel

Deutsches Yoga Forum Heft 2 2013 | Yogatherapie: Knochen/Osteoporose

Deutsches Yoga Forum Heft 1 2013 | Yogatherapie: Einführende Gedanken

Deutsches Yoga Forum Heft 2 2012 | Pranayama

Deutsches Yoga Forum Heft 1 2012  | Asana

Deutsches Yoga Forum Heft 5 2011 | Yoga-Chikitsa: Heilen

Deutsches Yoga Forum Heft 3 2010 | Die Körperachse heilen

 
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28.02.2021 Über das Nervensystem
19.02.2021 Ein HÖRletter
15.02.2021 Eine Freundschaftserklärung
06.01.2021 Probleme beheben
11.11.2020 Yogatherapie Lernen ab jetzt: Live-Online via Zoom
30.10.2020 Svastha Yogatherapie geht Online
17.09.2020 Schulterworkshop, Kopfstandhocker und mehr

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