DR. GÜNTER NIESSEN

 

Interessantes

 

 Interessantes

 

Auf dieser Seite finden Sie einige Artikel und verschiedene Links zu aktuellen Themen. Außerdem möchte ich an dieser Stelle auch Lehrreiches und Nachdenkliches aus meiner Praxiserfahrung mit Ihnen teilen.

Gedanke des Monats:  “Yoga bedeutet auch Verbindung

 Ignoranz ist eine sehr scharfe Waffe. Sie schneidet tiefere Wunden als Wut, Ärger und Hass. Auf einer sehr oberflächlichen Weise kennen wir das alle aus Beziehungen, in den wir uns ungesehen und ungehört fühlen. Ignoranz tut weh. Wir wissen, das Babys, die ignoriert werden, krank werden und rasch sterben, obwohl man sie füttert. Manchmal sind wir uns dessen vielleicht nicht bewusst, doch wir alle haben die Tendenz, Unangenehmes zu ignorieren. Das betrifft bestimmte Inhalte, Auseinandersetzungen über Themen inner- und außerhalb der Partnerschaft und Familie, politische oder weltanschauliche Bereiche oder auch die Konsequenzen unserer Handlungen. Nur zu oft erlauben wir uns, nicht involviert zu sein, uns nicht gründlicher zu informieren und darüber nachzudenken oder zu diskutieren, welche Auswirkungen unsere Einstellung und unser Handeln hat. 

Sich nicht zu interessieren und mit oberflächlichen Argumenten und kurzfristig beruhigenden Glaubenssätzen zufrieden zu geben, ist eine Form der Ignoranz und Wurzel vieler Übel. Ignoranz in der Partnerschaft oder im Freundeskreis führt zur Entfernung voneinander, auch wenn dies vielleicht die Beziehung vorübergehend erträglicher macht. 

Das Wegschauen von den ökologischen und politischen Zusammenhängen mit dem Argument, man könne als Einzelne/r ja doch nichts verändern oder die Thematik sei ohnehin zu komplex, führt zur Entfernung zwischen uns selbst und der Natur. So stark ist diese künstliche Trennung bereits, dass wir Menschen nicht mehr erkennen oder spüren, dass wir immanenter Teil der Natur sind. 

Machen wir uns bewusst, dass nur eine Hälfte unserer Lunge im Brustkorb wohnt die andere jedoch außerhalb von uns als Bäume, Sträucher und Pflanzen, die das von uns ausgeatmete CO2 aufnehmen und den zum Leben benötigten Sauerstoff für uns bereit stellen, ist diese künstliche Trennung nicht mehr aufrecht zu halten. Niemals werden wir uns als Menschen gegen „die Natur“, die auch „unsere Natur“ ist, durchsetzen oder ankämpfen können und dabei gewinnen. Die irrige Meinung, wir seien die Krönung der Schöpfung und müssen uns die Natur zum Untertan machen oder sie sei gegen uns hält sich ebenso hartnäckig wie die Idee, unsere Muskulatur oder unsere Faszien sei gegen uns, wenn sie verspannt sind. So wie viele Therapeuten nicht die Ursache einer Verspannung behandeln und stattdessen auf Triggerpunkten oder mit Faszienrollen die Verklebungen bekämpfen möchten (was kurzfristig vielleicht guttut), behandeln wir die Natur mit Düngemitteln, Monokulturen, Bodenversiegelung, Waldrodungen und lassen die rapide Zunahme des Artensterbens zu, um nur einige zu nennen.

Wie wäre es, wenn wir aufhören, uns selbst als unabhängige und getrennte Individuen zu empfinden und mit frischem Blick versuchen würden, unsere Verbundenheit mit allem, was uns umgibt, zu erkunden? Beispiele hierfür sind nicht nur unser Atem, der mit jedem Atemzug die Luft, die uns umgibt, tief in unsere Lungen und dann in jede Zelle unseres Körpers verteilt, sondern auch die Nahrung, die – aufgenommen über unsere Sinnesorgane – innerhalb weniger Sekunden, Minuten oder Stunden Teil all unserer Zellen wird. Verbundenheit oder sich verbinden mit dem Lebendigen ist zutiefst erleichternd und heilsam, es verändert nicht nur unseren Blick auf uns selbst, sondern auch unser Bemühen und unser Verhalten. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Euch weiterhin viel Kraft, Neugier und einen klaren Blick!

Ihr Günter Niessen

 

Dr. med. Günter Niessen

Orthopäde und Unfallchirurg, Physiotherapeut, Yogalehrer, Ayurveda-Mediziner

 

Schulterworkshop, Kopfstandhocker und mehr

Der Kopfstandhocker – eine Übersicht

Es erreichen mich immer wieder spannende Fragen von den Yogalehrenden der verschiedenen Yogastile. Wer sollte, darf und kann den Kopfstandhocker nutzen und warum? Es scheint, dass trotz der Etablierung dieses Hilfsmittels in der Szene immer noch Unsicherheit zu bestehen, wenn es um den therapeutischen Kontext geht. Wer keine Probleme mit dem Kopfstand hat, kann auch unbedenklich den Kopfstandhocker nutzen, so viel ist klar. Aber ist er auch sicherer oder schonender und wenn, dann für wen und welchen Bereich des Körpers?

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„Diagnosen machen krank“

Ja und Nein; Diagnosen können Klarheit schaffen aber in ihrer Wirkung haben sie durchaus mehr Potential, Menschen mit ihren Beschwerden zu stigmatisieren, sie darin fest zu „schreiben“ und den Prozess der Genesung zu hemmen als anders herum. Im Grunde sind es auch nicht die Diagnosen selbst sondern die Bedeutung, die einer Diagnose in unserer Kultur beigemessen wird. Sie beschreiben ja im Wesentlichen Auffälligkeiten, sichtbare körperliche Veränderungen oder Gemütszustände, unter denen die Betroffenen bzw. ihre Umgebung subjektiv leiden.

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Herzschrittmacher – und jetzt?

Eine mir häufig gestellte Frage betrifft Menschen mit Herzschrittmachern. Zuletzt klang die Frage so: „Meine Schwiegermutter hat seit kurzem einen Herzschrittmacher. Sie hat vorher Yoga auf dem Stuhl geübt und würde gerne jetzt wieder damit anfangen. Spricht etwas dagegen? Gibt es etwas zu beachten?“

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Wirbelgleiten – die segmentale Instabilität der Wirbelsäule

Eine mir häufig gestellte Frage betrifft das Wirbelgleiten, die so genannte Spondylolisthese. Von einem „echten“ Wirbelgleiten spricht man dann, wenn sich im Bereich der Wirbelbögen ein Spalt – eine Verschlussstörung (lateinisch Spondylose) – findet. Diese kann einseitig oder beidseitig, angeboren oder erworben sein und ist in der Szene der Akrobatinnen, Tänzer und Yoginis gar nicht so selten.

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Aus Sicht der Gelenke

Therapeutische Überlegungen und konkrete Ansätze für einen heilsamen Umgang mit unseren Gelenken

Mit diesem Artikel möchte ich den Gelenken eine Stimme geben. Häufig werden Schmerzen, Instabilität oder Bewegungseinschränkung durch Bewegungsmangel, einseitige Belastungen, Traumata oder eine zu hohe Intensität repetitiver Bewegungen beim Sport oder im Yoga verursacht. Als Orthopäde mit Yogahintergrund erlebe ich immer wieder, dass bereits viele junge Menschen – das heißt unter 60 Jahren – ihren eigenen Physiotherapeuten, Osteopathen oder Orthopäden benötigen. Gerne wende ich mich in diesem Kontext auch an jene Betroffenen, die sich trotz oder sogar durch Yoga immer wieder verletzen oder sich zumindest nichts Gutes tun.

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Veröffentlichungen

Yoga Aktuell Spezial Nr. 8 – 2019 | Yogatherapie und Heilung | Aus Sicht der Gelenke

Deutsches Yoga Forum Heft 5 2016 | Yogatherapie: Ellenbogen

Deutsches Yoga Forum Heft 1 2016| Yogatherapie: Handgelenke  

Deutsches Yoga Forum Heft 6 2015 | Yogatherapie: Yoga mit Knie- oder Hüftprothesen 

Deutsches Yoga Forum Heft 5 2015 | Yogatherapie: Halswirbelsäule 

Deutsches Yoga Forum Heft 4 2015 | Yogatherapie: Schulter  

Deutsches Yoga Forum Heft 3 2015 | Yogatherapie: Füße 

Yoga Aktuell April / Mai 2015 | Yoga: Glanz und Schatten  

Deutsches Yoga Forum Heft 2 2015 | Yogatherapie: Skoliose 

Deutsches Yoga Forum Heft 1 2015 | Yogatherapie: Hüftgelenk 

Deutsches Yoga Forum Heft 6 2014 | Yogatherapie: Iliosakralgelenk

Deutsches Yoga Forum Heft 5 2014 | Yogatherapie: Knie Teil II 

Deutsches Yoga Forum Heft 4 2014 | Yogatherapie: Knie Teil I

Deutsches Yoga Forum Heft 3 2014 | Yogatherapie: Bandscheiben

Deutsches Yoga Forum Heft 2 2014 | Für ein Umdenken beim Yoga

Deutsches Yoga Forum Heft 1 2014 | Yogatherapie: Behandlungsansatz

Deutsches Yoga Forum Heft 6 2013 | Yogatherapie: Faszien

Deutsches Yoga Forum Heft 4 2013 | Yogatherapie: Muskulatur

Deutsches Yoga Forum Heft 3 2013  | Yogatherapie: Knorpel

Deutsches Yoga Forum Heft 2 2013 | Yogatherapie: Knochen/Osteoporose

Deutsches Yoga Forum Heft 1 2013 | Yogatherapie: Einführende Gedanken

Deutsches Yoga Forum Heft 2 2012 | Pranayama

Deutsches Yoga Forum Heft 1 2012  | Asana

Deutsches Yoga Forum Heft 5 2011 | Yoga-Chikitsa: Heilen

Deutsches Yoga Forum Heft 3 2010 | Die Körperachse heilen

 

Artikel und Studien

 

 

Yoga Asana gegen Osteoporose | sciatica.org

Interviews mit Martin Soder:

Heilkunst Yoga: Wieso Yoga über die Prävention von Krankheiten hinausgeht | Yogatherapie Teil I

Mit therapeutischem Yoga heilen: Schaden oder Nutzen? Was kann Yogatherapie wirklich? | Yogatherapie Teil II

Viveka Heft 55: Was es mit dem Dehnen wirklich auf sich hat! | Dehnen

 

 

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